Bedeutung: Perle.
Margarita ist einer jener Namen, die zugleich wie ein Juwel und eine Gartenblüte klingen. Er stammt vom griechischen margarités, ‚Perle‘, und gelangte über die Heilige Margareta von Antiochia, eine Märtyrerin des 4. Jahrhunderts, deren Drachenlegende sie im mittelalterlichen Europa enorm populär machte, in die christliche Welt. In der Folge erhielt auch die weißblättrige Gänseblümchenblume diesen Namen, jene, bei der man die Blütenblätter einzeln zupft, um im klassischen Spiel zu prüfen: „Liebt er/sie mich, liebt er/sie mich nicht?“
In Spanien und Lateinamerika war Margarita ein Name für alle Schichten, gleichermaßen unter der Königsfamilie (mehrere Infantinnen trugen den Namen Margarita) wie in einfachen Dorfhäusern zu finden. Er strahlt klassische Eleganz und frische Ländlichkeit zugleich aus, eine Kombination, die ihresgleichen sucht. Interessanterweise wurde auch Rita Hayworth eigentlich Margarita Carmen Cansino getauft.
Heute wirkt er als warmer, leuchtender, zeitloser Name – nie veraltet, nie fade. Seine Kosenamen – Marge, Rita – verleihen ihm Vielseitigkeit für jedes Alter, vom Schulhof bis zur Unterschrift unter einen Brief.
Jemand namens Margarita trägt diese Perle der Bedeutung meist im Inneren: etwas Leuchtendes und Wertvolles, das sie nicht immer auf einmal zeigt. Sie ist eine dieser warmen, geselligen Menschen – zutiefst loyal und von Natur aus diplomatisch –, denen andere ihre Geheimnisse anvertrauen, weil sie zuhören kann, ohne zu urteilen, und den richtigen Moment für einen Witz trifft. Ihr Humor ist gütig, nie verletzend, und wirkt wie Öl, das die Zahnräder einer Gruppe schmiert.
In ihr liegt eine beruhigende Beständigkeit, die von der klassischen Aura des Namens geerbt ist: Margarita lebt nicht für Schocks und Überraschungen; sie baut lieber langsam und sicher auf. Doch verwechseln Sie die Ruhe nicht mit Sanftheit – genau wie ihre Schutzpatronin unversehrt aus dem Drachen hervorging, besitzt Margarita eine bemerkenswerte innere Widerstandskraft. Wenn ihr etwas wirklich am Herzen liegt, durchsteht sie den Sturm mit einem serene Lächeln, das alle um sie herum entwaffnet.
Ihre Sensibilität – dieser zarte, blumenartige Faden – macht sie aufmerksam für Details und die Stimmung anderer, manchmal zu sehr: Sie kann Spannungen aufnehmen, die nie ihre eigenen waren. Ehrgeiz ist vorhanden, doch bescheiden, eher gerichtet darauf, Dinge gut und schön zu machen, als zu konkurrieren. Wie Margarita Salas im Labor oder Margarita Xirgu auf der Bühne glänzt sie, wenn sie einen Platz findet, um sowohl Strenge als auch Zärtlichkeit zugleich einzubringen.
Sie braucht ihre eigene Ecke, diesen geheimen Garten der Zahl sieben, um sich vom Lärm abzuschalten. Behandelt man sie mit Respekt, ist sie die Loyalität selbst; drängt man sie zu sehr, zieht sie sich mit der Eleganz einer Person zurück, die nie die Tür einschlagen muss. Im Kern verbindet Margarita das Beste aus zwei Welten: den Glanz der Perle und die Frische der Wiese – gleichermaßen zu Hause bei einer Gala wie auf einem Picknick.
Ein spielerisches Porträt — mit einem Augenzwinkern zu lesen.
Margarita liebt mit der stillen, verheerenden Intensität einer Perle, die sich im Dunkeln bildet. Sie ist kein Neonlicht, sondern eine glatte, kühle Leuchtkraft, die allein durch ihre Präsenz Aufmerksamkeit erregt. Ihre Verführung ist taktil und langsam; sie schreit nicht nach Verlangen, sie enthüllt es, Schicht für zerbrechliche Schicht, bis man von ihrem inneren Glanz fasziniert ist. Sie sehnt sich nach Tiefe, nach einer Seele, die ihre seltene, kostbare Essenz halten kann, ohne zu versuchen, sie aufzubrechen. Sie zieht jene an, die verstehen, dass wahrer Wert in Geduld und Verfeinerung liegt, nicht in flüchtigem, oberflächlichem Glanz. Allerdings ist ihr Temperament so scharf wie ihre Klarheit. Sie ist augenblicklich und zutiefst gelangweilt von dem Langweiligen und Gewöhnlichen. Wenn Sie vorhersehbar sind, wenn Ihnen der Funke echter Geheimnisvollheit fehlt, wird sie sich in ihre undurchdringliche Schale zurückziehen. Margarita zu gewinnen bedeutet, Zugang zu einem Schatz zu erhalten, der ein Leben lang perfektioniert wurde. Aber behandeln Sie sie wie einen Wegwerf-Schmuck, und Sie werden feststellen, dass Sie nichts als leere Luft in den Händen halten. Sie verlangt Verehrung, nicht Besitz.
Er bedeutet ‚Perle‘, vom griechischen margarités. Erst später verlieh er auch der Wildblume Gänseblümchen seinen Namen.
20. Juli, das Fest der Heiligen Margareta von Antiochia, Jungfrau und Märtyrerin des 4. Jahrhunderts.
Aus dem Griechischen, über das Lateinische margarita. Er verbreitete sich im Christentum dank der Verehrung der Heiligen Margareta von Antiochia.
Umgekehrt: Der Name ‚Perle‘ existierte zuerst, und die weiße Blume wurde später nach ihm für ihr zartes Aussehen benannt.
Ja, mehrere: Marge, Rita, Margara oder Magui sind die gebräuchlichsten.
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