Bedeutung: die Schmerzen (der Jungfrau Maria).
Es ist schwer zu erraten, dass dieser spritzige Vorname eine ernste Herkunft verbirgt: Lola ist eine spanische Verkleinerungsform von Dolores, „die Schmerzen“, in Bezug auf die sieben Schmerzen der Jungfrau Maria, die am 15. September gefeiert wird. Von der mariellen Melancholie bis zur andalusischen Schlagfertigkeit hat der Name eine erstaunliche Reise hinter sich.
Denn Lola ist vor allem eine Klanglichkeit, die knallt, verbunden mit Flamenco, roten High Heels und einem feurigen Temperament. Der Kultsong der Kinks von 1970, die überdrehte Figur in „Lola rennt“ (1998), die unvergessliche Lola Flores: Überall reimt sich der Vorname auf Freiheit und Charakter.
In Frankreich ist Lola seit den 2000er Jahren ein enormer Erfolg, einer der am häufigsten vergebenen weiblichen Vornamen. Kurz, rhythmisch, fröhlich, evoziert er ein freches und sonniges kleines Mädchen, voller Leben. Ein Vorname, der tanzt.
Lola betritt einen Raum und die Stimmung steigt um ein Vielfaches. Ein Vorname, der knallt, ein Klang, der tanzt: Es ist unmöglich, sie unbemerkt vorbeigehen zu lassen, und außerdem versucht sie es auch gar nicht. Ihr schneller Humor und ihre überbordende Fantasie machen sie zu einer geborenen Lebenskünstlerin, der natürlichen Erbin des andalusischen Feuers einer Lola Flores. Sie neckt, sie improvisiert, sie verwandelt Zwänge in Spiele – Langeweile hat bei ihr keine Chance.
Diese Energie geht Hand in Hand mit einer guten Portion Unabhängigkeit: Lola mag es nicht, wenn man ihr vorschreibt, wie sie sich zu verhalten hat; sie geht ihren Weg in High Heels, auch wenn sie dabei etwas anstößt. Ihre Etymologie trägt jedoch die Melancholie der mariellen „Schmerzen“, und genau darin liegt das Paradoxon, das sie so sympathisch macht: Unter der Verspieltheit schimmert eine wahre Sensibilität durch, eine Fähigkeit, stark zu fühlen, stark zu lieben und sich auch bewegen zu lassen. Das Lachen von Lola verbirgt oft ein zartes Herz.
Aber Vorsicht, sie nicht auf die dienstbare Verrückte zu reduzieren: Ihre Zahl 4 offenbart einen konkreteren und zuverlässigeren Charakter, als es den Anschein hat. Wenn sie sich in ein Projekt engagiert, führt sie es mit einer überraschenden Ernsthaftigkeit zu Ende. Sie braucht Aufmerksamkeit, ja – sie liebt es, zu gefallen, zu glänzen, gesehen zu werden –, aber sie gibt hundertfach mit Wärme und Präsenz zurück. Sonnig, frei, unvorhersehbar und doch fester, als sie scheint: Lola ist einer dieser Vornamen, die man nicht vergisst, ein Funke, der überall, wo sie hindurchgeht, eine leuchtende Spur hinterlässt.
Ein spielerisches Porträt — mit einem Augenzwinkern zu lesen.
Lola mag keine blassen Süßigkeiten. Ihr Herz, genährt von der lateinischen Wurzel *dolor*, schlägt im Rhythmus einer tragischen und magnetischen Leidenschaft. Sie sucht nicht den oberflächlichen Glanz, sondern die totale Eintauchen in die Seele des anderen, dort, wo Wunden in Intimität verwandelt werden. Ihre Verführung ist eine subtile Alchemie: Sie zieht durch eine eingestehene Melancholie an, durch eine Schönheit, die den Echo eines alten Opfers in sich zu tragen scheint. Was sie fasziniert, ist die authentische Verletzlichkeit, die Fähigkeit, um Dinge zu weinen, um sie besser zu lieben. Im Gegensatz dazu ermüdet sie nichts mehr als die unerträgliche Leichtigkeit, die Oberflächlichen, die der Tiefe ausweichen. Für Lola bedeutet lieben, seine Schmerzen wie Schätze zu teilen. Sie möchte einen Begleiter, der in der Lage ist, das Leiden in Flamme zu verwandeln, eine Liebe, in der man sich gebrochen, aber ganzer wiederfindet, in einem sinnlichen und heiligen Tanz um Unsere Liebe Frau von den Schmerzen.
Es ist eine spanische Verkleinerungsform von Dolores, aus dem marianischen Titel Unsere Liebe Frau von den Schmerzen (los Dolores).
Etymologisch „die Schmerzen“ (der Jungfrau), auch wenn der Vorname heute alles andere evoziert: Freude und Energie.
Am 15. September, dem Tag von Nuestra Señora de los Dolores, der Quelle des Vornamens Dolores, von dem Lola abstammt.
Ja, Lola dient in manchen Familien auch als Verkleinerungsform für Charlotte/Carlota oder Louise, aber die spanische Herkunft über Dolores ist die klassischste.
Sehr: Er zählt seit den 2000er Jahren zu den am häufigsten vergebenen weiblichen Vornamen in Frankreich.
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