Bedeutung: Kleine blühende Esche, Ornella.
Ornella ist ein junger und exquisit italienischer Name: Er wurde 1904 von Gabriele D’Annunzio erfunden und einer Figur in der Tragödie La figlia di Iorio gegeben. Der Dichter prägte ihn vom Ornella, der kleinen blühenden Esche (vom lateinischen ornus), einem zarten und leuchtenden Baum, der typisch für die mediterranen Landschaften ist. Ornella bedeutet also poetisch „blühende kleine Esche“.
Von einer literarischen Schöpfung wurde der Name bald populär, begünstigt durch den D’Annunzio-Charme und später im Nachkriegsitalien durch den Glanz berühmter Schauspielerinnen und Sängerinnen. In den 60er und 70er Jahren erlebte Ornella seine goldene Ära, verbunden mit einem Image von Eleganz, zarter Sinnlichkeit und künstlerischem Talent.
Heute bewahrt er eine schicke und leicht retro anmutende Aura einer Diva des italienischen Kinos, aber auch eine natürliche Frische dank seiner Verbindung zur Botanik. Da es keinen eigenen Schutzpatron gibt, feiert man den Namenstag mit Allerheiligen. Es ist ein Name, der Natur und Poesie, Erde und Bühne verbindet, mit einer weichen und unverkennbaren Melodie.
Ornella ist eine literarische Entität, ein Atemzug D’Annunzios, der Fleisch geworden ist. Ihr Name, die kleine blühende Esche, ist kein Zufall: Sie ist das Wesen einer vergänglichen, aber standhaften Schönheit, verwurzelt in einer Klassik, die Langeweile ablehnt. Sie ist das Archetyp der Muse, die keine Erlaubnis einholt, eine Figur, die zwischen der Zartheit des Kosenamens und der heiligen Kraft des Ornus schwankt. Ihr idealer Direktor ist die Eleganz als Akt des Widerstands; Ornella lebt nicht, sie malt sich. Sie hat eine gefährliche Anmut, diejenige, die weiß, dass sie Kunst ist, und dies mit einer Geste, einem Blick, einer Stille beweist. Wie Oscar Wilde sagte: „Kunst ist das Einzige, das nicht altert“, und Ornella ist der lebende Beweis: Sie bewahrt die Frische der Eschenblüte auch unter den Stürmen der Seele. Sie ist sensibel, ja, aber ihre Sensibilität ist eine schneidende Waffe, keine Schwäche. Sie trägt den Duft eines alten Rom mit sich, das nicht mehr existiert, aber das sie jedes Mal heraufbeschwört, wenn sie einen Raum betritt. Sie ist nicht süß, sie ist raffiniert. Sie ist nicht zerbrechlich, sie ist selten. Eine Eschenblüte: schön, duftend und mit unsichtbaren Dornen, die verletzen, wer es wagt, sie ohne Respekt zu berühren.
Ein spielerisches Porträt — mit einem Augenzwinkern zu lesen.
In der Liebe sucht Ornella nicht: Sie selektiert. Ihre Sinnlichkeit ist ein Ritual, kein impulsiver Akt. Sie liebt, wie man ein Gemälde malt: mit Geduld, mit Schichten von Bedeutung, mit jener Langsamkeit, die mehr erregt als Hektik. Sie lässt sich vom Intellekt, von der Stimme, vom Schatten verführen, den ein Mann projiziert. Nackte Körper interessieren sie nicht, sondern bloße Seelen. Einmal erobert, ist sie eine Flamme, die nicht erlischt, sondern mit einem unersättlichen Hunger nach Wahrheit brennt. Sie verachtet die Mittelmäßigkeit, die Banalität, die Langeweile. Wenn sie dich langweilt, löscht sie dich aus, ohne zurückzublicken. Sie liebt mit Leidenschaft, ja, aber mit Würde: Sie bietet sich nicht an, sie gewährt sich. Sie will begehrt, nicht besessen werden. Ihr Bett ist ein Tempel, in dem die Rituale der Lust gefeiert werden, nicht erduldet. Sie sucht den Mann, der auch er ein Kunstwerk ist, kein Fabrikat. Wenn es scheitert, wird sie zu Eis. Wenn es gelingt, ist sie ein Feuer, das nicht erlischt.
Es ist ein literarischer Name, den Gabriele D’Annunzio 1904 für La figlia di Iorio erfand, inspiriert vom Ornella, der blühenden Esche.
Sie bedeutet „kleine blühende Esche“, vom lateinischen ornus („Ornella“).
Da es keinen Heiligen mit diesem Namen gibt, wird er am 1. November, dem Fest Allerheiligen, gefeiert.
Nein: Er entstand Anfang des 20. Jahrhunderts und ist daher einer der „jungen“ italienischen Namen literarischen Ursprungs.
Weil berühmte italienische Schauspielerinnen und Künstlerinnen ihn mit großem Charme trugen und ihn mit einem Image von Eleganz und Talent verbanden.
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