Bedeutung: Sieg des Volkes.
Colette ist ein charmantes Diminutiv von Nicolette, der weiblichen Form von Nicolas, das aus dem Griechischen Nikolaos stammt und „Sieg des Volkes“ bedeutet. Der Name verkörpert sich zunächst in der heiligen Colette von Corbie (1381–1447), einer energischen picardischen Äbtissin, die während des Hundertjährigen Krieges den Orden der Klarissen reformierte und den Zweig der Colettinen gründete. Eine Heilige mit Charakter, bekannt für ihre Beharrlichkeit ebenso wie für ihre Sanftmut.
Doch im französischen kollektiven Bewusstsein evoziert Colette vor allem und auch die immense Schriftstellerin Sidonie-Gabrielle Colette, eine freie und sinnliche Figur des frühen 20. Jahrhunderts, Präsidentin der Académie Goncourt und die erste Frau in Frankreich, die ein Staatsbegräbnis erhielt. Der Name bewahrt einen Hauch von Freiheit, Natur und Lebensgenuss.
In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts sehr beliebt, erlebte Colette eine lange Phase der Bedeutungslosigkeit, bevor sie heute wieder ins Rampenlicht zurückkehrte, getragen vom Trend zu Retro-Chic bei den Vornamen unserer Großmütter. Frisch, zärtlich und zugleich selbstbewusst, erobert er eine neue Generation von Eltern.
Colette hat viel Einfallsreichtum, und ihre beiden berühmten Patenmütter sagen dies deutlich: einerseits die heilige Colette von Corbie, die kleine Picardin, die mit eiserner Faust eine ganze Ordensreform durchsetzte; andererseits die Schriftstellerin Colette, frei, sinnlich und abweichend von den Konventionen. Zwischen diesen beiden Figuren zeichnet sich ein ganzes Temperament ab: eine Frau mit Charakter, die es nicht mag, wenn man ihre Entscheidungen trifft.
Die Bedeutung des Namens, „Sieg des Volkes“, passt hervorragend zu dieser Energie: Eine Colette hat den Geschmack am Gewinnen, aber nicht allein in ihrer Ecke. Sie sammelt, sie führt, sie besitzt diese Mischung aus volkstümlicher Wärme und eisernem Willen, die anziehende Anführerinnen ausmacht. Man unterstellt ihr einen von der Schriftstellerin geerbten Lebensgenuss: die Liebe zu einfachen Freuden, gutem Essen, der Natur, Tieren und der Sonne auf der Haut.
Ihre Fantasie ist echt, durchzogen von einem schelmischen Humor, aber sie ruht auf einem soliden Fundament: Colette ist keine Windfahne, sie weiß, was sie will, und hält daran mit Ausdauer fest. Unabhängig bis in die Fingerspitzen, erträgt sie keine Käfige, ob golden oder nicht. Heute, getragen von der großen Rückkehr der Retro-Namen, strahlt Colette einen köstlich gegenläufigen Charme aus: den eines Mädchens, das einen Großmutter-Namen mit frecher Modernität trägt. Zärtlich und selbstbewusst, verspielt und stur, besitzt sie diesen gut französischen Chic, die Dinge auf ihre eigene Art und mit Stil zu tun.
Ein spielerisches Porträt — mit einem Augenzwinkern zu lesen.
Colette, dieser kleine Sieg des Volkes, jagt der Liebe nicht hinterher, sie stürmt sie mit einer furchtbaren Anmut. Verführen ist für sie eine Kunst des sanften, aber unerbittlichen Eroberns. Sie braucht keine Schreie, ihr Charme wirkt durch eine magnetische, sinnliche und verwirrende Präsenz. In ihren Armen ist die Emotion greifbar, eine Mischung aus kindlicher Zärtlichkeit und brennender Reife, die sofort die Aufmerksamkeit fesselt. Sie sucht eine Seele, die ihre lebendige Energie tragen kann, einen Partner, der sich nicht von ihrer scheinbaren Zerbrechlichkeit blenden lässt, sondern in ihr eine rohe und aufrichtige Kraft erkennt. Was sie langweilt, ist die emotionale Mittelmäßigkeit, die Langeweile und die distanzierte Kälte. Sie braucht Wärme, leidenschaftliche Debatten und eine intensive spirituelle Verbindung. Für Colette ist Liebe ein Akt freudigen Widerstands; sie will bewundert und verstanden werden, und vor allem will sie, dass der andere ganz und gar gegenwärtig ist, denn ihr Herz, obwohl großzügig, verzeiht keine Oberflächlichkeit.
Es ist ein französisches Diminutiv von Nicolette/Nicole, abgeleitet vom griechischen Nikolaos, „Sieg des Volkes“.
Am 6. März, dem Tag der heiligen Colette von Corbie, Reformatorin der Klarissen.
Eine picardische Äbtissin des 15. Jahrhunderts, die den Orden der Klarissen reformierte; sie wurde 1807 heiliggesprochen.
Lange Zeit unmodern, kommt er seit den 2010er Jahren deutlich wieder in Mode, im Zuge der Welle der Retro-Namen.
Ja, beide leiten sich von Nicolas ab; Colette ist historisch die Kurzform von Nicolette.
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