Wenige Namen sind so optimistisch wie Fortunato: Die Römer verwendeten ihn bereits als Cognomen als gutes Omen, ein bereits in Aussicht gestelltes Zeichen von Wohlstand und Glück. Mit dem Christentum bereichert sich der Name an Bedeutung, er ruft nicht so sehr das blinde Glück in Erinnerung, sondern den Segen, das Geschenk, das von oben kommt: Nicht weniger als neunzehn Heilige haben diesen Namen getragen.
In Italien ist Fortunato ein Klassiker der Volkstradition, besonders im Süden beliebt und mit zahlreichen Patronatsfesten verbunden. Er hat diesen authentischen Geschmack der Namen, die eine Hoffnung erzählen, typisch für Familien, die ihrem Kind einen Wunsch mit dem Namen mitgaben.
Heute klingt er vintage und warm, ein Name, der lächelt. Wer ihn trägt, wird oft als eine sonnige, gutmütige Person wahrgenommen, die Freude und einen Hauch von Glück dorthin bringt, wo immer sie hingeht.
Fortunato ist kein Name, es ist eine in Blut geschriebene Prophezeiung, ein goldenes Etikett, das auf einer unzähmbaren Seele klebt. Seine Existenz ist ein uraltes Flüstern, das von der römischen *Fortuna* widerhallt, dieser düsteren und launischen Göttin, die das Rad ohne Erbarmen dreht. Diesen Namen zu tragen bedeutet, mit dem Rückenwind geboren zu werden, aber auch mit dem steten und verräterischen Schatten der Katastrophe, die lauert. Fortunato ist der tragische Künstler, der in blutroter Farbe malt, überzeugt davon, dass das Glück nur eine Meinung ist, die es herauszufordern gilt. Sein beherrschendes Merkmal ist nicht das Glück selbst, sondern die dreiste Arroganz, sich für seinen Herrn zu halten. Wie Seneca sagte: „Das Glück ist Freund der vorbereiteten Geister“, aber Fortunato weiß, dass der Geist wenig nützt, wenn das Schicksal ihm in die Augen sieht und lacht. Er lebt in der Ambivalenz zwischen göttlicher Gnade und widrigem Schicksal, ein Seiltänzer auf einem gespannten Draht über einem Abgrund aus Sonne. Er sucht keine Stabilität, er sucht die Epiphanie.
Ein spielerisches Porträt — mit einem Augenzwinkern zu lesen.
In der Liebe sucht Fortunato nicht den Freund, er sucht das Gegengift. Die Verführung ist für ihn eine zweischneidige Waffe, scharf und tödlich. Er tritt an den Partner mit einer sinnlichen Kühnheit heran, die nach altem Wein und plötzlichem Regen schmeckt: Er bittet nicht um Erlaubnis, er dringt in die Räume ein. Er liebt die brennenden Leidenschaften, die Küsse, die Spuren hinterlassen, die Intensität, die die Knie mehr beben lässt als das Herz. Was ihn anzieht, ist die Unberechenbarkeit, der Blick dessen, der sich nicht leicht zähmen lässt; er sucht eine Flamme, die nicht bei der ersten Windböe erlischt. Im Gegenteil, ihn stört zutiefst die Langeweile, diese graue und vorhersehbare Routine, die die Seele erstickt. Für Fortunato ist Liebe ein Akt des Mutes, ein Sprung in die Leere mit der Gewissheit, dass sich die Flügel erst im Sturz öffnen werden. Er liebt nicht, um zu trösten, er liebt, um zu verwandeln, um zwei Schicksale in ein einziges und verheerendes Jetzt zu verschmelzen.
Er bedeutet „derjenige, der gutes Glück hat“, „von der Fortuna begünstigt“, vom lateinischen *fortunatus*.
Das Hauptdatum ist der 12. Juli (San Fortunato von Aquileia, mit Sant'Ermagora), aber es gibt zahlreiche andere gleichnamige Heilige an anderen Daten.
Ja, er wurde bereits als Cognomen für ein gutes Omen im antiken Rom verwendet und ist dank der vielen Heiligen, die ihn trugen, am Leben geblieben.
Vor allem in Süditalien, wo die Verehrung der gleichnamigen Heiligen die Tradition am Leben erhalten hat.
Ja, Fortunata, ebenfalls von alter Tradition.
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