Didier ist ein Name mit einem zarten Herzen, das sich hinter einer sehr festen Fassade verbirgt. Er stammt vom lateinischen „desiderium“ (Verlangen) oder „desideratus“ (der Gewünschte) ab – buchstäblich das so ersehnte Kind, jenes, auf das man gewartet hat. Eine liebevolle Etymologie, die viel über die Aufnahme auszusagen hat, die jenen zuteilwird, die diesen Namen tragen.
Sein Heiliger, Didier von Vienne, war ein Bischof des Hochmittelalters, ein unerbittlicher Hüter der Disziplin, der unter der Königin Brunhild das Martyrium erlitt; sein Gedenktag ist der 23. Mai. Eine schmackhafte Tatsache: Der große Humanist Erasmus trug den Namen Desiderius, also Didier auf Latein.
Der Name blüht vor allem in Frankreich der 1950er und 1960er Jahre auf, was ihm heute ein köstliches Vintage-Aroma verleiht, warm und populär im besten Sinne des Wortes. Verkörpert wird er von sympathischen und sehr einheimischen Figuren: dem Weltmeister-Trainer Didier Deschamps, dem Komiker Didier Bourdon, dem Stürmer Didier Drogba. Infolgedessen evoziert Didier den zuverlässigen Freund, den Lebensgenießer, einen leicht neckischen Typen – jenen, mit dem man sich um ein Glas herum die Welt wieder zurechtlegt.
Didier ist der Goldfreund, die Stütze der Gruppe, jener, dessen bloßer Name bereits ein zärtliches Lächeln hervorruft. Seine Etymologie – „der Gewünschte“, das so ersehnte Kind – passt zu seiner Natur: Didier ist einer, bei dem man sich freut, ihn zu sehen. Warmherzig und neckisch (Humor 7/10), besitzt er den Sinn für den wohlwollenden Scherz und eine gute Atmosphäre, im Sinne eines Didier Bourdon: in der Lage, den ganzen Tisch zum Lachen zu bringen, ohne jemals verletzen zu wollen.
Unter den Scherzen verbirgt sich ein Hauch von Verlässlichkeit. Seine Stabilität (8/10) und seine Loyalität (8) machen ihn zu einem Freund fürs Leben, vom Typ, der zwanzig Jahre später noch so antwortet, als wäre nichts geschehen. Er braucht nicht zu glänzen (Aufmerksamkeitsbedarf 3/10): Didier bevorzugt es, das diskrete Fundament zu sein, anstatt der Stern, was ihm nicht verwehrt, Charakter und eine große Unabhängigkeit (7) zu zeigen – er weiß, nein zu sagen und seine Positionen zu halten, auf die Art von Deschamps, der führt, ohne sich selbst zu verraten.
Seine Energie ist ruhig (5/10), eher eine widerstandsfähige Schildkröte als ein hastender Hase: Er schreitet in seinem eigenen Tempo voran, sich selbst sicher, und das zahlt sich immer aus – siehe die Erfolgsbilanz des Trainers. Sein maßvolles Ambition (5) und seine ruhige Fantasie (5) zeichnen einen ausgewogenen Mann, ohne Maßlosigkeit, der sein Glück in den realen Dingen findet: Freunden, Familie, einem guten Essen, einer Kartenspielrunde. Der Generation der 50er-60er Jahre entstammend, hat Didier dieses beruhigende Vintage-Aroma des soliden und großzügigen Typs, jenen, mit dem man sich um ein Glas herum die Welt wieder zurechtlegt und auf den man sich wirklich verlassen kann. Ein Gewünschter, der auch als Erwachsener allen Gutes tut.
Ein spielerisches Porträt — mit einem Augenzwinkern zu lesen.
Didier ist nicht der Typ, der beim Flirten mit Zauberlehrlingen spielt. Sein Name, dieses „Gewünschte“, dieses Gewicht des Wartens, verleiht ihm eine magnetische, fast schwere Sinnlichkeit. Er jagt der Liebe nicht hinterher; er lässt sie kommen, sicher, dass die Schwere seines Auras Körper und Seelen zu ihm ziehen wird. Für ihn ist Verführung ein Akt kontrollierter Geduld, ein langsamer Tanz, in dem er seine berechnete Verletzlichkeit offenbart. Was ihn zum Vibrieren bringt, ist diese seltene Intensität, dieser Blick, der sagt: „Ich habe auf dich gewartet.“ Im Gegenzug flieht er vor offener Oberflächlichkeit und endlosen, ausweglosen Spielen. Gleichgültigkeit oder oberflächliche Leichtigkeit ermüden ihn augenblicklich; er sucht eine körperliche und spirituelle Verbindung, die das Warten rechtfertigt. Für Didier ist Liebe eine süße, aber unvermeidliche Eroberung, in der das Verlangen kein Impuls ist, sondern eine schwere, sinnhafte Evidenz. Er will derjenige sein, den man nicht vergisst, derjenige, der bleibt.
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